Art des Beispiels: dokumentiertes Konzept, kein Einsatzbericht. Die Darstellung beruht auf einer Veröffentlichung aus dem Jahr 2021. Der heutige Umsetzungsstand ist hier nicht geprüft.
Was geplant war
- Vernetzung von drei zentralen Stellen: KatS-Zentrale im Rathaus, Leitstelle der Berufsfeuerwehr und Notaufnahme des städtischen Klinikums
- HAMNET als Datenverbindung zwischen diesen Stellen
- weitere Rückfallebenen: Winlink, Packet Radio und FM-Relais
- standardisierte Notfunk-Koffer
Welches Problem damit gelöst werden sollte
Die drei Stellen sind für die Bewältigung einer Großlage zentral und müssen auch ohne öffentliche Netze Informationen austauschen können. Das Konzept setzt nicht auf ein einzelnes Verfahren, sondern auf mehrere Ebenen mit unterschiedlichen Stärken: HAMNET für Daten mit hoher Kapazität, Winlink und Packet Radio für Textnachrichten, FM-Relais für Sprache.
Welche Abhängigkeiten bleiben
- HAMNET braucht Richtfunkstandorte mit Stromversorgung und darauf laufende lokale Dienste, siehe HAMNET und AREDN.
- Winlink braucht im Normalbetrieb Gateways mit Internet, siehe Winlink.
- FM-Relais brauchen Notstrom und erreichbare Betreiber, siehe Relaisfunk.
- Alle Ebenen brauchen Funkamateure, die im Ereignis verfügbar sind.
Was auf andere Kreise übertragbar ist
- die Beschränkung auf wenige, klar definierte Stellen statt „alle erreichen“
- mehrere Ebenen mit unterschiedlichen Abhängigkeiten statt eines Lieblingsverfahrens
- standardisierte Koffer, die auch andere Operatoren bedienen können
Was heute erneut geprüft werden müsste
- Welche Teile des Konzepts wurden umgesetzt und werden regelmäßig getestet?
- Wie lange laufen die HAMNET-Standorte ohne Netzstrom?
- Sind die Ansprechpartner noch aktuell und vertreten?
- Welche Ergebnisse brachten Übungen seit 2021?