Ebene 1: Nachbarschaft

Bürgerinnen und Bürger untereinander, im Haus, in der Straße, im Dorf.

Typische Anwendungsfälle

  • Nachbarn erreichen, wenn Telefon und Mobilfunk ausgefallen sind
  • Hilfe in der Straße abstimmen, etwa für pflegebedürftige Nachbarn
  • Familienmitglieder im selben Ort erreichen

Welche Technik hier trägt

Typische Entfernung: wenige hundert Meter, im Dorf bis etwa 1 km. Geeignet ist, was diese Strecke sicher trägt, ohne weit darüber hinaus zu reichen. Wer weiter funkt als nötig, belegt Frequenzen, die andere in einem viel größeren Umkreis brauchen.

Im Amateurfunk dürfen nur Funkamateure senden. Für die Bevölkerung kommen deshalb Jedermannfunk (PMR446, Freenet, CB-Funk) und lizenzfreie Mesh-Systeme im 868-MHz-Bereich in Frage.

Geeignet

  • PMR446ohne Prüfung, günstig und sofort bedienbar, Reichweite wenige hundert Meter bis wenige Kilometer Analoge Sprache. Infrastruktur: keine.
  • Freenetohne Prüfung, im Freien oft etwas weiter als PMR446, aber nur in Deutschland zugelassen und seltener verbreitet Analoge Sprache. Infrastruktur: keine.
  • Meshtasticlizenzfrei nutzbar, günstige Knoten, Bedienung per Smartphone Daten, Datenrate gering. Infrastruktur: vorher aufgebaute Netzknoten.
  • MeshCorelizenzfrei nutzbar, günstige Knoten, Bedienung per Smartphone Daten, Datenrate gering. Infrastruktur: vorher aufgebaute Netzknoten.

Eingeschränkt geeignet

  • 2 m und 70 cmnur, wenn beide Seiten Funkamateure sind Analoge Sprache. Infrastruktur: keine.
  • DMRnur zwischen Funkamateuren mit DMR-Geräten Digitale Sprache. Infrastruktur: Relais oder Digipeater.
  • D-Star und C4FMnur zwischen Funkamateuren mit Geräten desselben Systems Digitale Sprache. Infrastruktur: Relais oder Digipeater.
  • CB-Funkmit Handgeräten; Feststationen reichen weit über die Nachbarschaft hinaus, dafür genügt PMR446 Analoge Sprache. Infrastruktur: keine.

Nicht geeignet

Wege außerhalb des Amateurfunks

  • persönlicher Kontakt und vorher vereinbarte Treffpunkte
  • Aushänge und schwarze Bretter