Wie die Funkstelle organisatorisch in den Stab eingebunden wird, beschreibt Amateurfunk im Führungsstab. Hier geht es um die praktischen Details am Standort.
Antenne und Kabelweg
- Wo kann eine Antenne außen aufgebaut werden: Dach, Fahnenmast, Hof?
- Wie kommt das Kabel ins Gebäude, ohne dass ein Fenster offen bleiben muss? Eine vorbereitete Durchführung spart im Ereignis viel Zeit.
- Kabellängen vorher messen, Kabel entsprechend vorhalten.
Verträglichkeit mit anderer Technik
- Abstand zu BOS-Funkgeräten, Antennen der Führungsstelle und IT-Technik
- Elektromagnetische Verträglichkeit: Ein Kurzwellensender kann Telefonanlagen, Lautsprecher oder Netzwerktechnik stören, und Schaltnetzteile und Bildschirme stören den Empfang. Vorher bei laufendem Betrieb der Führungsstelle testen.
- Erdung und Potentialausgleich: soweit für die Antennenanlage erforderlich, mit der Haustechnik abstimmen
Arbeitsplatz
- eigener Tisch, nicht im Laufweg
- Headset, damit Funk den Stab nicht stört und umgekehrt
- Lärm: Ein ruhiger Nebenraum ist oft besser als der Stabsraum
- Kabelmanagement: Stolperfallen vermeiden, Kabel beschriften
Strom
- Hängt die Funkstelle an Notstrom oder USV der Führungsstelle?
- Eigene Akkus als zusätzliche Ebene, siehe Notstrom
- Umschaltung von Netz auf Akku ohne Unterbrechung testen
Betrieb
- Papierbetrieb bei PC-Ausfall
- Vordrucke und Funkprotokoll auf Papier müssen immer bereitliegen.
- Schichtwechsel
- Übergabe mit offenen Nachrichten, bestehenden Verbindungen und Besonderheiten, schriftlich
- Funkprotokoll
- jede Nachricht mit Nummer, Zeit und Übermittlungsweg
- Übergabepunkt zum Stab
- ein fester Ort oder eine feste Person, an die Nachrichten übergeben werden
Begehung vor dem Ereignis
- Standort der Funkstelle festlegen.
- Antennenstandort und Kabelweg prüfen.
- Probebetrieb bei laufender Technik der Führungsstelle, auf Störungen in beide Richtungen achten.
- Ergebnis dokumentieren und Material vor Ort oder im Go-Kit vorhalten.